Die kurze Antwort

Ein Foto, das ein Plan ist.

Ein Orthofoto ist ein Luftbild, aus dem die perspektivische Verzerrung und der Geländeeinfluss herausgerechnet sind. Jeder Bildpunkt liegt danach dort, wo er auf einer Karte läge — man kann im Bild messen. Ein gewöhnliches Luftbild kann das nicht: Darin kippt jedes Gebäude vom Bildmittelpunkt weg, und je weiter ein Punkt vom Zentrum entfernt ist, desto stärker sitzt er falsch.

Entstehen kann das nur aus vielen Bildern. Aus überlappenden Aufnahmen wird zuerst ein Höhenmodell gerechnet, dann jedes Bild auf dieses Modell projiziert und zuletzt aus den Bildmitten — dort ist die Verzerrung am kleinsten — ein neues, durchgehendes Bild zusammengesetzt. Eine einzelne Aufnahme senkrecht von oben ist deshalb kein Orthofoto, auch wenn sie so aussieht.

Für eine Baustelle sind 2 cm pro Pixel die übliche Wahl, für ein Dachaufmaß eher 0,8 cm, für landwirtschaftliche Flächen genügen 4 cm. Geliefert wird als GeoTIFF mit eingebetteter Georeferenzierung, das QGIS, ArcGIS und Civil 3D direkt einlesen. Ab 599 € netto für eine Fläche bis einem Hektar.

Auflösung, Flughöhe, Dateigröße.

Die drei hängen zusammen, und die dritte wird regelmäßig übersehen. Ein Orthofoto einer größeren Fläche in feiner Auflösung sprengt das klassische TIFF-Format — das merkt man besser vor der Befliegung als danach.

Orthofoto-Planer

Fläche und Verwendungszweck eingeben. Der Planer nennt die nötige Bodenauflösung, die Flughöhe je Kamera — und ob die Datei am Ende noch in das Format passt, in das sie üblicherweise geschrieben wird.

3,0 ha

30.000 m² — als Quadrat mit 173 m Kantenlänge gerechnet.

Zwei Zentimeter genügen, um Bauteile zuzuordnen und Fortschritt zu belegen.

2,0 cm/px

Vorschlag für diesen Zweck: 2,0 cm/px. Feiner heißt tiefer fliegen, mehr Bilder und eine größere Datei — nicht automatisch genauer.

4/3-Zoll · 20 MP · mechanischer Verschluss bis 1/2000 s

Flughöhe für 2,0 cm/px
Mavic 3E / 3M75 m
Matrice 4E75 m
Phantom 4 RTK73 m
Zenmuse P1 — 24 mm110 m
Zenmuse P1 — 35 mm160 m
Zenmuse P1 — 50 mm228 m
Matrice 4T115 m

Über 120 m endet die offene Kategorie. Wer höher fliegen will, braucht eine Betriebsgenehmigung — oder eine längere Brennweite.

Orthofoto8.660px Kante75 Megapixel gesamt
Aufnahmen606 Bahnen · 6 min Flugzeit
GeoTIFF, LZW72 MBunkomprimiert 215 MB
DateiformatGeoTIFFUnter 4 GB, von jeder GIS- und CAD-Anwendung lesbar.
Ausschnitt in Originalauflösung — ein Kästchen ist ein Pixel
0,48 m — 24 Pixel zu je 2,0 cm Bewehrungsmatten, Schalungskanten, Absteckpunkte
Ab-Preis für diese Größeab 899 € netto, Aufnahme 1 bis 3 ha. Verbindlich ist ausschließlich das schriftliche Angebot.

Die Dateigröße folgt aus Pixelzahl mal drei Kanälen zu je einem Byte. LZW komprimiert Luftbilder konservativ gerechnet auf ein Drittel; einheitliche Flächen deutlich besser, Vegetation schlechter.

Rechengrößen zur Einordnung, keine Zusicherung für ein konkretes Projekt.

Was es ist und was nicht.

Vier Begriffe werden im Angebotsvergleich regelmäßig durcheinandergebracht. Sie bezeichnen verschiedene Produkte mit verschiedenen Preisen.

BegriffWas es istMessbar
Luftbildeine Aufnahme aus der Höhe, perspektivisch verzerrtnein
Orthofotoauf das Geländemodell entzerrtes, zusammengesetztes Bildja, in der Ebene
True-Orthofotoauf das Oberflächenmodell entzerrt, Dächer lagerichtigja, auch in bebautem Gebiet
Orthomosaikanderes Wort für Orthofoto, betont das Zusammensetzenja

Die wichtigste Unterscheidung liegt zwischen Orthofoto und True-Orthofoto. Im gewöhnlichen Orthofoto wird auf das Geländemodell entzerrt, also auf den Boden. Gebäude stehen darin weiterhin leicht schräg, und hinter ihnen liegt ein Bereich, den keine Kamera gesehen hat. Für ein True-Orthofoto wird auf das Oberflächenmodell entzerrt — Dächer erscheinen in ihrer wahren Lage, Fassaden verschwinden vollständig. Das ist aufwendiger, braucht mehr Überlappung und zusätzliche Schrägaufnahmen. Wer dicht bebautes Gebiet aufmisst, braucht es; auf einer offenen Baustelle ist es unnötig.

Auflösung ist nicht Genauigkeit.

Die beiden Zahlen werden ständig verwechselt, und die Verwechslung steht in vielen Angeboten. Die Bodenauflösung sagt, wie fein das Bild ist — wie viele Zentimeter Wirklichkeit auf ein Pixel fallen. Die Lagegenauigkeit sagt, wie richtig es verortet ist. Ein Orthofoto mit einem Zentimeter pro Pixel kann anderthalb Meter neben der Wirklichkeit liegen, wenn die Georeferenzierung fehlt.

Als Faustregel liegt die erreichbare Lagegenauigkeit bei ein bis zwei Bodenauflösungen — vorausgesetzt, die Befliegung ist über RTK, PPK oder Passpunkte georeferenziert. Ohne das bleibt nur die Genauigkeit des Bord-GPS, und die liegt bei mehreren Metern. Belegen lässt sich das ausschließlich über Kontrollpunkte, die bewusst nicht in die Auswertung eingegangen sind; alles andere ist eine Behauptung über die eigene Rechnung.

Deshalb gehört in die Übergabe neben der Datei immer auch: das Koordinatensystem, das Aufnahmedatum und die an Kontrollpunkten gemessene Abweichung. Ein Orthofoto ohne diese drei Angaben lässt sich später weder prüfen noch mit einem zweiten Stand vergleichen.

Wofür es tatsächlich benutzt wird.

  • Baufortschritt — Zwei Orthofotos derselben Fläche sind pixelgenau übereinanderzulegen. Was sich verändert hat, wird damit sichtbar statt beschrieben.
  • Planungsgrundlage — Als Unterlage im CAD, über die gezeichnet wird. Der Bestand steht maßhaltig darunter, statt aus einer alten Flurkarte abgeleitet zu werden.
  • Flächenermittlung — Versiegelte Flächen, Lagerflächen, Bestandsgrenzen — im georeferenzierten Bild direkt auszumessen, ohne den Betrieb zu betreten.
  • Beweissicherung — Der Zustand einer Fläche zu einem bestimmten Datum, nachvollziehbar verortet. Nützlich vor Baubeginn und nach Sturmereignissen.
  • Landwirtschaft — Fehlstellen und Bestandsunterschiede über die ganze Schlaggröße hinweg, in einer Auflösung, die keine Satellitenaufnahme liefert.

Häufige Fragen.

Was ist ein Orthofoto?

Ein Orthofoto ist ein Luftbild, aus dem die perspektivische Verzerrung und der Einfluss des Geländes herausgerechnet wurden. Jeder Bildpunkt liegt danach lagerichtig wie auf einer Karte, weshalb sich im Bild Strecken und Flächen messen lassen. Es entsteht nicht aus einer Aufnahme, sondern aus vielen überlappenden: Zuerst wird ein Höhenmodell berechnet, dann jedes Bild darauf projiziert und aus den verzerrungsarmen Bildmitten ein durchgehendes Bild zusammengesetzt.

Was kostet ein Orthofoto per Drohne?

Eine Fläche bis einem Hektar beginnt bei 599 € netto, ein bis drei Hektar bei 899 € netto. Enthalten sind Anfahrt, Befliegung, Auswertung und die Übergabe als georeferenziertes GeoTIFF. Der Preis hängt an der Fläche und an der geforderten Bodenauflösung: Eine feinere Auflösung bedeutet niedrigere Flughöhe, mehr Bilder und mehr Rechenzeit.

Welche Auflösung braucht ein Orthofoto?

Das hängt am Verwendungszweck. Für Baustellendokumentation sind 2 Zentimeter pro Pixel üblich, für Planungsgrundlagen im CAD etwa 1,5, für Dach- und Fassadenaufmaß rund 0,8 und für landwirtschaftliche Flächen genügen 4 Zentimeter. Feiner ist nicht automatisch besser: Die Datenmenge wächst im Quadrat, und eine feinere Auflösung verbessert die Lagegenauigkeit nur dann, wenn die Georeferenzierung mithält.

Was ist der Unterschied zwischen Orthofoto und True-Orthofoto?

Beim gewöhnlichen Orthofoto wird auf das Geländemodell entzerrt, also auf den Boden. Gebäude kippen darin weiterhin leicht nach außen, und hinter ihnen bleibt ein Bereich, den keine Kamera gesehen hat. Beim True-Orthofoto wird auf das Oberflächenmodell entzerrt: Dächer erscheinen an ihrer wahren Stelle und Fassaden sind gar nicht mehr zu sehen, wie in einer Karte. Das erfordert mehr Überlappung, zusätzliche Schrägaufnahmen und mehr Rechenzeit — in dicht bebautem Gebiet ist es notwendig, auf offener Fläche nicht.

In welchem Format wird ein Orthofoto geliefert?

Als GeoTIFF mit eingebetteter Georeferenzierung, das QGIS, ArcGIS, Civil 3D und AutoCAD direkt einlesen. Überschreitet die Datei vier Gigabyte, ist das klassische TIFF-Format am Ende seiner Adressierung und es braucht BigTIFF — das ältere Software teilweise nicht öffnet. In diesem Fall wird gekachelt geliefert oder die Auflösung angepasst. Zusätzlich sind das Koordinatensystem, das Aufnahmedatum und die Genauigkeitsangabe Teil der Übergabe.

Wie genau ist ein Orthofoto aus Drohnenaufnahmen?

Bei RTK- oder PPK-gestützter Befliegung liegt die Lagegenauigkeit bei 2 bis 3 cm, nachgewiesen an Kontrollpunkten, die nicht in die Auswertung eingeflossen sind. Wichtig ist die Unterscheidung zur Bodenauflösung: Diese beschreibt den Detailgrad des Bildes, nicht seine Verortung. Ein sehr feines Orthofoto ohne Georeferenzierung kann trotzdem mehrere Meter falsch liegen.

Orthofoto erstellen lassen?

Sagen Sie uns Fläche, Verwendungszweck und in welche Software die Datei soll. Daraus ergeben sich Auflösung, Format und Preis. Angebot meist innerhalb von 24 Stunden.

GeoTIFF mit Referenz
RTK-georeferenziert
Niederbayern-weit
Persönlich für Sie da+49 8544 3670005