Aus einem Satz überlappender Luftbilder entstehen drei grundverschiedene Ergebnisse, und die Entscheidung dazwischen fällt nicht nach Geschmack, sondern nach Verwendungszweck. Soll gemessen werden, führt kein Weg an der Punktwolke vorbei: Jeder Punkt ist eine Koordinate mit einer angebbaren Genauigkeit. Soll gezeigt werden, ist Gaussian Splatting das überlegene Verfahren — es läuft flüssig im Browser und sieht aus wie ein Video, ist aber nicht vermessbar. Soll weiterverarbeitet werden in Blender, Unreal oder am Drucker, braucht es ein Mesh.
Der häufigste teure Fehler liegt genau hier: Ein Mesh sieht geschlossen und sauber aus und wird deshalb zum Messen benutzt. Es ist aber eine geglättete Interpretation der Punktwolke — es füllt Lücken, die in den Daten nie gefüllt waren, und erfindet dabei Geometrie. Wer im Mesh misst, misst eine Vermutung.
Die erreichbare Lagegenauigkeit liegt bei einer RTK- oder PPK-gestützten Befliegung bei 2 bis 3 cm, nachgewiesen an unabhängigen Kontrollpunkten. Ohne Georeferenzierung ist das Modell in sich stimmig, aber im Raum an keiner definierten Stelle.