Die kurze Antwort

Die Messung ist der kleinste Fehler.

Für ein Haufwerk im Freien ab etwa 200 Quadratmetern Grundfläche liefert die Drohnenbefliegung das beste Verhältnis aus Aufwand und Abweichung: typisch 1 bis 3 Prozent des Volumens, 30 bis 45 Minuten vor Ort, ab 499 € netto. Niemand muss dafür die Schüttzone betreten. Das gilt für die Schüttguthalde im Kieswerk genauso wie für den Deponiekörper, die Abbauwand einer Kiesgrube oder den Aushub einer Baugrube.

Der teure Fehler entsteht danach. Bei einer Halde mit 8.000 Kubikmetern loser Schüttung gehen auf das Messverfahren rund 160 Kubikmeter, auf eine nur angenommene Sohle bis zu 400 und auf einen nicht vereinbarten Auflockerungsfaktor rund 1.600 Kubikmeter. Wer Referenzfläche, Zustand und Dichte nicht vorher festlegt, misst die falsche Sache sehr genau.

Rechnen Sie Ihr Haufwerk durch.

Der Rechner nimmt die vier Stationen auseinander und stellt sie auf eine gemeinsame Skala. In den allermeisten Konstellationen ist der Balken der Messtechnik der kürzeste — und genau das ist der Punkt.

Massenrechner

Halde eingeben, Material und Verfahren wählen — und sehen, an welcher der vier Stationen die Kubikmeter tatsächlich verloren gehen.

4.000 m²

Die Fläche, die die Halde am Boden bedeckt — nicht das Betriebsgelände.

6,0 m

Nicht die Höhe der Krone: gemeint ist der Mittelwert über die ganze Fläche.

Auflockerungsfaktor 1,15 · Schüttdichte 1,70 t/m³. Gut messbare Oberfläche, wenig Nachsacken.

2,0 % Abweichung auf die Geometrie · 30 bis 45 Minuten vor Ort · Freie Sicht, kein Betreten nötig.

Die Sohle sieht keine Kamera. Ohne Nullaufnahme wird sie angenommen — und diese Annahme kostet 2,5 %.

14,00 €/t

Nur zur Umrechnung der Abweichung in Geld. Kein Angebotspreis.

Lose Schüttung13.200± 423 m³ aus der Messkette
Fest gerechnet11.478Faktor 1,15 nach ATV DIN 18300
Masse22.440t± 1.650 t allein aus der Dichtespanne
Warenwert314.160bei 14,00 € je Tonne
Was an jeder Station im Streitfall auf dem Tisch liegt, in Kubikmetern
1. Oberfläche messen
264 m³
2. Bezugsfläche
330 m³
3. Zustand umrechnen
1.722 m³
4. Dichtespanne, in m³ gerechnet
971 m³

Skala bis 1.722 m³ · 40.977 € hängen allein am Auflockerungsfaktor

Die Messung steuert 264 m³ bei, der Auflockerungsfaktor 1.722 m³. Ein genaueres Aufnahmeverfahren löst dieses Problem nicht — eine Vereinbarung vor dem Termin schon.

Messung und Bezugsfläche sind unabhängige Fehlerquellen und werden deshalb quadratisch addiert, nicht aufsummiert. Der Auflockerungsfaktor ist keine Unsicherheit, sondern eine Vereinbarung: Er steht im Vertrag oder er wird hinterher ausgehandelt.

Alle Werte sind Rechengrößen zur Einordnung, keine Zusicherung für ein konkretes Haufwerk.

Vier Stationen bis zur Rechnung.

Station 1 ist Messtechnik und lässt sich an Kontrollpunkten überprüfen, also an Punkten, die bewusst nicht in die Auswertung eingeflossen sind. Die Stationen 2 bis 4 sind Vereinbarungen. Sie stehen im Vertrag oder sie stehen nirgends.

StationAbweichungWas hilft
1. Oberfläche messen1 bis 3 %Befliegung, Genauigkeit an Kontrollpunkten belegt
2. Bezugsfläche festlegenbis 5 %Nullaufnahme der leeren Fläche statt angenommener Sohle
3. Zustand umrechnen10 bis 30 %Auflockerungsfaktor vor dem Termin in den Vertrag
4. In Tonnen umrechnenje nach MaterialSchüttdichte aus einer Probe, Zeitpunkt festhalten

Der Auflockerungsfaktor stammt aus ATV DIN 18300: Abgerechnet wird im gewachsenen oder eingebauten Zustand, die Halde liegt aber lose. Er beträgt etwa 1,1 für Sand und Kies und 1,3 und mehr für bindige Böden und gelösten Fels. Die Schüttdichte kommt aus einer Probe, nicht aus einer Messung, und verschiebt sich mit dem Wassergehalt.

Station 1: die Verfahren im Vergleich.

Die Werte gelten für eine übliche Schüttguthalde im Freien und beziehen sich auf die Geometrie der Schüttung, nicht auf die abgerechnete Masse.

VerfahrenTypische AbweichungZeit vor OrtVoraussetzung
Schätzung nach Augenmaß10 bis 20 %MinutenNichts, und deshalb bleibt auch kein Nachweis
Fuhren oder Schaufeln zählen5 bis 15 %laufendGleichbleibender Ladungsgrad, bekannte Dichte
Profile mit Tachymeter oder Rover2 bis 5 %2 bis 4 StundenBegehbare Halde, Betrieb ruht, dichte Profile
Terrestrischer Laserscanner1 bis 2 %1 bis 3 Stunden3 bis 5 Standpunkte mit freier Sicht
Drohnenbefliegung1 bis 3 %30 bis 45 MinutenFreier Blick von oben, fluggeeignetes Wetter

Rover gegen Drohne. Ein GNSS-Rover, also ein satellitengestützter Vermessungsstab, setzt den einzelnen Punkt genauer als jede Drohne. Nur besteht eine Halde nicht aus Punkten: Zwischen zwei Profilen wird interpoliert, und dort sitzt bei unregelmäßiger Schüttung ein erheblicher Teil des Volumens. Die Befliegung rechnet aus überlappenden Luftbildern eine Punktwolke und daraus ein digitales Geländemodell. Deshalb ergibt der schlechtere Einzelpunkt am Ende das bessere Volumen.

Wann nicht die Drohne. In der Halle und unter Dach ist der terrestrische Laserscanner das richtige Gerät. Auch bei unterschnittenen Böschungen versagt die Photogrammetrie, weil sie nur Oberflächen erfasst und den Überhang zu voll rechnet. Unter etwa 200 Quadratmetern lohnt der Aufwand nicht.

Was der Termin kostet.

Ab-Preise für den Regelfall, netto. Verbindlich ist ausschließlich das schriftliche Angebot.

LeistungAb-Preis netto
Halde bis 5.000 m²ab 499 €
Halde bis 3 haab 699 €
Deponie bis 10 haab 999 €
Deponie bis 25 haab 1.399 €
Auffüllungs- und Renaturierungsfläche bis 3 haab 699 €

Enthalten sind:

  • Anfahrt bis 30 Kilometer, Aufnahme und Auswertung
  • Volumenbericht als PDF: Aufnahmedatum, verwendete Bezugsfläche, Abtrag und Auftrag getrennt ausgewiesen, Genauigkeitsangabe an Kontrollpunkten
  • Datenübergabe in den Formaten Ihres Büros

Weitere Anfahrt: 30 bis 60 km 45 € pauschal, 60 bis 100 km 95 € pauschal, darüber hinaus 0,80 € je Kilometer zuzüglich 45 € je Stunde Fahrzeit. Wird dieselbe Halde regelmäßig aufgenommen, sinkt der Terminpreis im Rahmenvertrag ab 12 Terminen im Jahr um 15 Prozent, ab 24 Terminen um 20 Prozent. Die Nullaufnahme der leeren Fläche fällt dabei einmalig an.

Mindestauftragswert 200 € netto. Ausgenommen sind Rahmenvertragstermine und Zusatzobjekte auf einer bereits bezahlten Route. Alle Preise netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

Häufige Fragen.

Wie genau ist die Volumenermittlung per Drohne?

Für eine übliche Schüttguthalde im Freien liegt die Abweichung bei ein bis drei Prozent des Gesamtvolumens, nachgewiesen an Kontrollpunkten, die nicht in die Auswertung eingeflossen sind. Das gilt für die Geometrie der Schüttung. Wird in Tonnen oder in festen Kubikmetern abgerechnet, kommen Auflockerungsfaktor und Schüttdichte hinzu, und die wiegen deutlich schwerer als das Messverfahren.

Was kostet die Volumenermittlung einer Halde?

Eine Halde bis 5.000 Quadratmeter Grundfläche beginnt bei 499 € netto, bis drei Hektar bei 699 € netto. Enthalten sind Anfahrt bis 30 Kilometer, Aufnahme, Auswertung, Volumenbericht als PDF und die Datenübergabe in den Formaten Ihres Büros. Bei wiederkehrenden Terminen sinkt der Terminpreis im Rahmenvertrag.

Funktioniert die Volumenberechnung auch auf einer Deponie?

Ja, und dort ist sie besonders sinnvoll, weil ein Deponiekörper zu groß und zu unwegsam ist, um ihn wirtschaftlich abzuschreiten. Zwei Befliegungen im Abstand von Wochen oder Monaten ergeben den eingebauten Zusatz als Differenz zweier gemessener Oberflächen. Voraussetzung ist eine gemeinsame Georeferenzierung beider Termine über RTK oder Passpunkte, sonst vergleicht man zwei Modelle, die gegeneinander verschoben sind. Für Flächen bis zehn Hektar liegt der Termin bei einer halben bis ganzen Stunde vor Ort.

Warum weicht das gemessene Volumen von der Abrechnungsmasse ab?

Weil beide unterschiedliche Zustände beschreiben. Gemessen wird die lose Schüttung, abgerechnet wird nach ATV DIN 18300 üblicherweise im gewachsenen oder im eingebauten Zustand. Der Auflockerungsfaktor liegt je nach Material bei etwa 1,1 für Sand und Kies und bei 1,3 und mehr für bindige Böden und gelösten Fels. Dieser Faktor gehört vor dem Termin vertraglich festgelegt.

Wozu eine Nullaufnahme der leeren Fläche?

Weil kein Messverfahren die Sohle unter der Halde sieht. Ohne Nullaufnahme muss die Grundfläche zwischen den Böschungsfüßen angenommen werden, und auf einer geneigten oder gesetzten Sohle werden daraus schnell fünf Prozent Abweichung. Ist die leere Fläche einmal aufgenommen, ist jedes spätere Volumen die Differenz zweier gemessener Oberflächen.

Muss der Betrieb für die Messung stillstehen?

Nein. Nötig ist nur ein kurzes Fenster, in dem auf der Halde selbst nicht geschüttet oder abgezogen wird, damit sich das Ergebnis auf einen definierten Zeitpunkt bezieht. Die Aufnahme dauert je nach Fläche 30 bis 45 Minuten, und niemand muss die Schüttzone betreten.

Reicht eine Drohnenmessung für die Inventur?

Die Bestandsaufnahme nach § 240 HGB verlangt ein nachvollziehbares Verfahren, keine bestimmte Messtechnik. Entscheidend ist deshalb der Bericht: Aufnahmedatum, verwendete Bezugsfläche, Genauigkeitsangabe mit Kontrollpunkten sowie der angesetzte Umrechnungsfaktor. Ob das Verfahren im Einzelfall anerkannt wird, klären Sie mit Ihrem Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater, idealerweise vor dem ersten Termin.

Halde aufmessen lassen?

Sagen Sie uns Fläche, Material und wofür die Zahl gebraucht wird. Sie erhalten ein Festpreisangebot, meist innerhalb von 24 Stunden.

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